Andreas Vitasek: Spaetlese © Valerie Loudon
- Du bist nicht EINE Person, du hast viele Facetten in dir, du kannst dich verändern. Gehe den Impulsen nach, die dir dein Körper, deine Seele, dein Geist oder wie immer du es nennen willst, sendet. Wenn du aufmerksam in dich hineinhörst, wird es dich gut leiten. Und lass dir Zeit draufzukommen, wohin die Reise geht, welchen Beruf, welche Berufung du hast. Bis 30 kannst du ruhig suchen. Dann solltest du schön langsam die Richtung wissen.
- Finde einen Platz in der Gesellschaft. Es ist leichter, sein Glück in einer Gemeinschaft zu finden – auch wenn es deine Aufgabe ist, kritisch zu sein. Genau solche Leute braucht es.
- Spiele ein Instrument, vorzugsweise Klavier. Übe regelmäßig und überwinde Phasen, wo es dich nicht freut. Du wirst es später bereuen, wenn du nie ein Instrument gelernt hast.
- Lerne Fremdsprachen, geh auf Reisen, lerne andere Kulturen kennen. Bewege dich aus deiner Komfortzone heraus, sowohl räumlich als auch im Kopf.
- Lies viele Bücher – alles, was dir in die Hände kommt. Bücher sind gute Wegweiser.
- Sei immer wieder einmal allein mit dir. Behandle dich wie einen sehr guten Freund. Rede ruhig mit dir. Sei auch selbstkritisch, aber immer verständnisvoll mit dir.
- Achte auf deine Gesundheit, aber mach es nicht zur Hauptbeschäftigung. Betreibe Sport zur Ertüchtigung, aber auch um mit anderen eine gute Zeit zu haben. Übertreibe nicht die sportlichen Ambitionen, es sei denn, du möchtest Profi werden.
- Kümmere dich vernünftig um deine Finanzen. Schau, dass du so viel Geld hast, dass es nicht zu deiner Hauptsorge wird. Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt.
- Was die Liebe betrifft … mach deine eigenen Erfahrungen. Hab’ Spaß. Aber: Don’t let it bring you down.
- Und merke dir: Das Leben ist ungerecht, aber nicht immer zu deinen Ungunsten.
Andreas Vitásek
(geb. 1956 in Wien) ist Kabarettist, Schauspieler und Regisseur sowie Intendant des Kultur Sommer Güssing. Nach seinem Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik in Wien besuchte er die Theaterschule von Jacques Lecoq in Paris. Seit 1981 prägt er das österreichische Kabarett mit Soloprogrammen, die mehrfach ausgezeichnet wurden, unter anderem mit dem Salzburger Stier und dem Ehrenpreis
des Deutschen Kleinkunstpreises.
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