#Karlism
Karl Lagerfeld ist keine Marke, sondern eine Lebenseinstellung. Und für die Marke zu designen keine Arbeit, sondern Freizeitgestaltung mit beruflichem Hintergrund. Oder? Auf diese Frage weiß Lagerfeld-Jungdesignerin Isabella Burtscher Antwort.
Design und Styling von Isabella Burtscher für ihre eigene Kollektion
Elegant, leicht rockig, mit einem modern-coolen Twist. So kannten wir den Modezar Karl Lagerfeld, der neben Fendi und Chanel auch sein eigenes Label „Karl Lagerfeld“ launchte. Und genauso nonchalant mit eleganter Attitüde zeigt sich noch heute seine Ready-to-wear-Linie, die erschwinglicher als die High-Fashion-Mode ist. Oft spielt die Kollektion von „Karl Lagerfeld“ mit Pop-Art-Referenzen, ist ironisch und stellt Lagerfelds Kätzchen Choupette visuell in den Mittelpunkt. Die (Nicht-)Farben seiner Wahl: Schwarz

Viel schwerer hingegen ist es, als Jungdesigner:in einen Vollzeitjob bei einem so bekannten Label zu ergattern. Der Oststeirerin Isabella Burtscher aus Ehrenschachen ist jedoch genau das gelungen. Seit über einem Jahr schon arbeitet sie als Jungdesignerin beim Modelabel „Karl Lagerfeld“ in Amsterdam. Sie recherchiert für eine neue Kollektion, illustriert, designt, nimmt an Meetings teil und besucht Produktionsstätten vor Ort. „Man glaubt gar nicht, wie viele Personen an einer Kollektion, sogar nur an einem Kleidungsstück, beteiligt sind“, erzählt Isabella Burtscher selbst noch immer beeindruckt. „Das Team besteht aus unglaublich talentierten Menschen, was einen nur noch mehr motiviert, gute Arbeit zu leisten.“ Und ja, der Druck ist hoch, denn nur die Besten bleiben auch. Angefangen habe alles mit dem üblichen Modestudium. Zuerst in der Modeschule in Graz, danach Modedesign in Mailand und vor gar nicht so langer Zeit noch das Studium Modemanagement in Amsterdam. Letzteres war schon für viele Kreative ein willkommenes Sprungbrett, wenn es um ein begehrtes Praktikum bei einem der internationalen Modelabels ging. „Zunächst erhielt ich auf meine Bewerbungen ständig Absagen, dennoch habe ich weiterhin Illustrationen gezeichnet und Stylings für einzelne Projekte für mein Portfolio umgesetzt.“ Nach einiger Zeit und neuen Erfahrungen als Designerin bei Hunkemöller hat es dann endlich beim Wunschlabel „Karl Lagerfeld“ geklappt. „Es war relativ stressig, ein Vollzeit-Studium und das Vollzeit-Praktikum unter einen Hut zu bringen. Die Arbeit hat sich jedoch gelohnt, denn erst kürzlich habe ich das Angebot einer fixen Vollzeitstelle erhalten“, so die Steirerin, die nebenbei auch noch in einer Schule für Schauspielerei in London aufgenommen wurde und für Castings pendelt. Weil die Schauspielerei ihr zweites Steckenpferd ist. „Und wer weiß, vielleicht kann ich eines Tages die Schauspielerei mit Modedesign beruflich verbinden.“ Bis dahin möchte Isabella Burtscher aber so viel wie möglich aus der Arbeit bei „Karl Lagerfeld“ mitnehmen. „Eines der wichtigsten Dinge, die ich bisher gelernt habe, ist, dass man auch ein Risiko eingehen muss, um voranzukommen.“ Wer seine Leidenschaft zum Beruf machen möchte, der brauche Beharrlichkeit und Leidenschaft. Dann mache man laut der Jungdesignerin seine Arbeit sowieso gut und der Erfolg stelle sich von selbst ein. „Und wenn es nicht das eine ist, dann eben das andere – es führen bekanntlich viele Wege nach Rom.“

Ein Stück Isabella in Lagerfeld
Selbst trägt sie gerne und reichlich die Kollektionsstücke von „Karl Lagerfeld“, ganz klar. Immerhin seien ihre Designer:innen-Vorbilder immer schon Karl Lagerfeld und Coco Chanel gewesen. Und ein Stück weit spiegelt sich nun sogar Isabella selbst in den Ready-to-wear-Linien wider: „Etwa die Liebe zum Detail. Generell versuche ich, ein paar Elemente herauszusuchen, die das Kleidungsstück interessanter machen.“ Inspirationen dazu finde sie in der niederländischen Natur. „Ich wohne etwas außerhalb des Stadtzentrums, dort ist es ruhiger und es gibt reichlich Möglichkeiten, noch tiefer in die Natur zu kommen, was für mich speziell nach einer intensiven Arbeitswoche wichtig ist.“ Sonst trifft man Isabell bestimmt im Vondelpark in der Stadt oder in einem der vielen interessanten Restaurants, die sie mit Freunden abwechselnd durchtestet. Wie man sie erkennt? Sie ist die, die immer schwarz und weiß gekleidet ist. Karlism eben!



© Katharina Mackinger, Roberta Popia, beigestellt
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