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Sobald die Temperaturen steigen, verändert sich auch unsere Haut. Sie produziert deutlich mehr Talg, schwitzt stärker und verliert gleichzeitig durch Verdunstung Feuchtigkeit. Das Ergebnis: glänzende Haut, verstopfte Poren, Pickel oder sogar die gefürchtete Mallorca-Akne.
Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass bereits eine kurzfristige Erhöhung der Umgebungstemperatur die Talgproduktion deutlich steigert und gleichzeitig entzündliche Prozesse in der Haut aktiviert. Dadurch wirkt die Haut schneller fettig und neigt eher zu Unreinheiten.
Die gute Nachricht: Mit der richtigen Sommer-Skincare lässt sich diesen Problemen gezielt vorbeugen.
Was passiert mit der Haut bei Hitze?
Hitze beeinflusst die Haut auf mehreren Ebenen:
- erhöhte Talgproduktion
- verstärktes Schwitzen
- mehr Feuchtigkeitsverlust
- höhere UV-Belastung
- stärkere Reibung durch Kleidung oder Schweiß
Studien zeigen außerdem, dass viele Menschen ihre Akne in den Sommermonaten als deutlich schlimmer empfinden. Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit fördern die Verstopfung der Poren und begünstigen entzündliche Prozesse.
Die perfekte Skincare-Routine bei heißen Temperaturen
1. Sanfte Reinigung statt aggressivem Peeling
Viele versuchen im Sommer, das überschüssige Fett mit stark austrocknenden Produkten zu entfernen. Genau das kann jedoch nach hinten losgehen.
Besser geeignet sind:
- milde Gelreiniger
- pH-hautneutrale Reinigung
- morgens und abends reinigen
- nach starkem Schwitzen das Gesicht mit Wasser oder einem sanften Cleanser säubern
Dermatologische Expert:innen empfehlen milde Reiniger, die die Hautbarriere nicht angreifen.
2. Leichte Feuchtigkeitspflege ist Pflicht
Viele denken oft: “Meine Haut ist fettig, also brauche ich keine Creme.”
Tatsächlich verliert die Haut durch Hitze und Schwitzen viel Wasser. Fehlt Feuchtigkeit, produziert sie oft noch mehr Talg.
Ideal sind daher:
Gel-Cremes
Aloe Vera
Hyaluronsäure
Glycerin
Panthenol
Schwere, stark fettende Cremes dürfen im Sommer ruhig im Badezimmerschrank bleiben.
3. Sonnenschutz – aber bitte nicht komedogen
Viele Sommer-Pickel entstehen nicht nur durch die Sonne, sondern durch den falschen Sonnenschutz.
Ideal sind:
- SPF 30 oder 50
- leichte Fluids
- wasserbasierte Formulierungen
- “nicht komedogen”
- ölfreie Texturen
- Moderne dermatologische Empfehlungen raten ausdrücklich zu leichten Sonnenschutzprodukten für zu Akne neigende Haut.
Mallorca-Akne: Was steckt wirklich dahinter?
Die sogenannte Mallorca-Akne (Acne aestivalis) ist eigentlich keine klassische Akne. Sie entsteht meist durch das Zusammenspiel von:
- intensiver UVA-Strahlung
- Hitze
- Schweiß
- fetthaltigen Sonnencremes
Typisch sind:
- kleine juckende Knötchen
- rote Pickelchen
- Dekolleté
- Schultern
- Oberarme
Viele Betroffene entwickeln sie ausschließlich im Urlaub oder nach den ersten intensiven Sonnentagen.
So kannst du Mallorca-Akne vorbeugen:
- ölfreien Sonnenschutz wählen
- leichte Kleidung tragen
- nach dem Schwimmen abduschen
- verschwitzte Kleidung wechseln
- die Haut langsam an Sonne gewöhnen
Diese Inhaltsstoffe funktionieren im Sommer besonders gut
Niacinamid
reguliert die Talgproduktion
stärkt die Hautbarriere
reduziert Rötungen
Hyaluronsäure
spendet intensiv Feuchtigkeit
ohne zu beschweren
Panthenol
beruhigt gereizte Haut
unterstützt die Regeneration
Aloe Vera
wirkt angenehm kühlend
spendet Feuchtigkeit
lindert leichte Reizungen
Salicylsäure (BHA)
löst überschüssigen Talg
beugt Mitessern vor
ideal bei fettiger Sommerhaut
DIY-Skincare gegen Sommerhitze
Aloe-Vera-Kühlgel:
2 EL reines Aloe-Vera-Gel und einige Tropfen Rosenwasser vermengen, im Kühlschrank aufbewahren und nach dem Sonnenbad auftragen.
Grüner-Tee-Kompressen
Grüner Tee enthält antioxidative Pflanzenstoffe: Den Tee aufbrühen, abkühlen lassen, Wattepads tränken und 10 Minuten auf das Gesicht legen. Hilft ideal bei geröteter oder gestresster Haut.
Gurken-Hydration
Gurkenscheiben ersetzen zwar keine Pflege, können aber angenehm kühlen und kurzfristig Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche spenden.
Beauty-Tipps für heiße Tage
✔ Make-up möglichst leicht halten
✔ Mineralpuder statt schwerer Foundation
✔ Gesicht nicht ständig anfassen
✔ Kissenbezüge häufiger wechseln
✔ Nach Sport oder Schwimmen reinigen
✔ Ausreichend trinken
✔ Luftige Kleidung bevorzugen, um Reibung und Wärmestau zu reduzieren
Häufige Fehler bei Sommer-Skincare
- Zu aggressive Reinigung
- Schwere Nachtcremes tagsüber verwenden
- Sonnenschutz aus Angst vor Pickeln weglassen
- Mehrfach täglich stark peelen
- Schweiß stundenlang auf der Haut trocknen lassen
Weniger ist im Sommer oft mehr
Hohe Temperaturen stellen die Haut vor besondere Herausforderungen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Hitze die Talgproduktion erhöht, Entzündungen fördern und Akne verschlimmern kann. Gleichzeitig benötigt die Haut trotz öligem Hautgefühl ausreichend Feuchtigkeit.
Die ideale Sommer-Routine setzt deshalb auf eine sanfte Reinigung, leichte Feuchtigkeitspflege und einen nicht komedogenen Sonnenschutz. Wer seine Hautbarriere schützt und auf unnötig schwere Produkte verzichtet, kann Sommer-Pickeln und Mallorca-Akne oft wirksam vorbeugen – und den Sommer mit einem frischen, gesunden Glow genießen.
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Über die Autorin:

Ricarda Laner ist unsere kreative Allrounderin – zuständig für die Online-Welt der TIROLERIN und immer dort zu finden, wo Ideen entstehen. Neues auszuprobieren gehört für sie quasi zum Berufs- und Lebensprinzip: Es gibt wohl kaum ein Hobby, das sie noch nicht getestet hat. Aktuell tauscht sie nach Feierabend Tastatur gegen DJ-Decks und legt als Hobby-DJane auf – am liebsten House. Der Beat im Ohr, tausend Ideen im Kopf und vermutlich schon das nächste Projekt in Planung.
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