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Erschöpft nach kurzen Strecken? So bleiben Sie im Winter konzentriert am Steuer
Was den Körper beim Winterfahren belastet
© Pexels/ Rickyrecap
Im Winter kommen Autofahrer schneller erschöpft ans Ziel – selbst auf kurzen Strecken. Die Ursache liegt in der erhöhten Belastung der Augen: Bei Dunkelheit müssen sich die Pupillen ständig anpassen, die Sehschärfe sinkt, und Blendung durch tiefstehende Sonne zwingt zu permanenter Konzentration. Diese Daueranspannung kostet den Körper deutlich mehr Energie als Fahren bei Tageslicht. Besonders kritisch: die Zeit zwischen 16 und 18 Uhr, wenn Dämmerung und Berufsverkehr zusammentreffen.
Was den Körper beim Winterfahren belastet
Nachtfahrt: Belastungsprobe für die Augen. Ab November wird es in Österreich bereits gegen 16:30 Uhr dunkel. In der Dämmerung arbeiten die Augen auf Hochtouren: Die Pupillen weiten sich, die Sehschärfe nimmt ab, Entfernungen werden schwerer eingeschätzt. Laut einer Studie des Dänischen Transportinstituts (DTU) mit 240 Nachtfahrern reagieren müde Fahrer 63% langsamer als ausgeruhte – die Reaktionszeit steigt von 189 auf über 300 Millisekunden.
Blendung durch tiefstehende Sonne. Zwischen Oktober und Februar steht die Sonne besonders tief. Morgens und abends blendet sie direkt in die Windschutzscheibe – oft genau dann, wenn man zur Arbeit fährt oder nach Hause kommt. Die ständige Anpassung der Augen an wechselnde Lichtverhältnisse erhöht die Belastung spürbar.
Schlechte Sicht durch verschmutzte Scheinwerfer. Tests von DEKRA und dem Lichttechnischen Institut Karlsruhe bestätigen: Schmutz, Salz und Spritzwasser verschlechtern die Leuchtkraft dramatisch. Selbst bei trockenem Wetter auf scheinbar sauberen Straßen beträgt die Lichtreduktion durch Verschmutzung normalerweise 10–20%. Bei matschigen Winterverhältnissen haben nur wenige Autos eine Lichtreduktion unter 50%.
Ein Hinweis von AUTODOC: Reinigen Sie niemals die Linsen der Scheinwerfer mit einem trockenen Tuch: Auf diese Weise riskieren Sie, die Oberfläche zu zerkratzen. Verwenden Sie stattdessen klares Wasser und ein weiches Tuch oder einen Schwamm.
Erhöhte Muskelanspannung. Neben der Augenbelastung spielt auch körperliche Anspannung eine Rolle. Bei schlechter Sicht verkrampfen viele Fahrer unbewusst: Die Schultern ziehen sich hoch, der Griff am Lenkrad wird fester, der Nacken verspannt sich. Diese Daueranspannung führt zu schnellerer Ermüdung.
So bleiben Sie im Winter konzentriert am Steuer
- Regelmäßige Pausen einplanen
Alle eineinhalb bis zwei Stunden sollten Sie mindestens 15 Minuten Pause machen. Steigen Sie aus, bewegen Sie sich, lassen Sie frische Luft an Ihr Gesicht. Auch kurze Dehnübungen für Nacken und Schultern helfen gegen Verspannungen.
- Optimale Sitzposition einstellen
Eine aufrechte Sitzposition mit leicht angewinkelten Armen entlastet Rücken und Nacken. Die Kopfstütze sollte mit der Oberkante auf Scheitelhöhe eingestellt sein. Eine entspannte Haltung reduziert die körperliche Belastung merklich.
- Augen entlasten
Einfache Übungen helfen: Schauen Sie bewusst in verschiedene Entfernungen – von der Armaturentafel bis zum Horizont. Blinzeln Sie öfter, um die Augen feucht zu halten. Bei längeren Fahrten kann eine Brille mit entspiegelten Gläsern Blendung reduzieren.
- Scheinwerfer und Scheiben sauber halten
Kontrollieren Sie vor jeder Fahrt die Sauberkeit von Scheinwerfern, Windschutzscheibe und Rücklichtern. Die Experten von AUTODOC empfehlen, Scheinwerfer bei Bedarf mehrmals täglich zu reinigen – besonders nach Fahrten auf salzigen oder matschigen Straßen. Auch die Innenseite der Windschutzscheibe sollte regelmäßig geputzt werden, da sich dort Schmutzpartikel ablagern, die bei Gegenlicht zusätzlich blenden. Falls doch einmal ein Scheinwerfer oder Scheibenwischer ersetzt werden muss: Lange Wartezeiten gehören der Vergangenheit an – AUTODOC liefert Ersatzteile aus dem nahen Cheb (Tschechien) direkt nach Österreich.
- Richtig essen und trinken
Nicht nur Sicht, auch Ernährung beeinflusst die Reaktionsfähigkeit. Schweres Essen macht müde. Für lange Winterfahrten eignen sich leichte Snacks wie Nüsse, Obst oder Vollkornprodukte besser als fettige Gerichte. Ausreichend Wasser hält wach und konzentriert – Koffein hilft nur kurzfristig und kann später zu einem Leistungstief führen.
Checkliste für sichere Winterfahrten
Die wichtigsten Maßnahmen gegen Wintermüdigkeit am Steuer auf einen Blick – von der Scheinwerferreinigung bis zur optimalen Pausenplanung:

Die Rolle der Beleuchtung und sauberer Scheinwerfer
Saubere und funktionsfähige Scheinwerfer sind im Winter besonders wichtig. Neben der regelmäßigen Reinigung sollten Sie auch die Einstellung der Scheinwerfer überprüfen lassen – falsch eingestellte Scheinwerfer blenden den Gegenverkehr und leuchten die Straße nicht optimal aus.
Vergleich: Sauber vs. verschmutzt – der Unterschied ist messbar

Das bedeutet konkret: Wo Sie mit sauberen Scheinwerfern 100 Meter weit sehen, sind es mit verschmutzten oft nur noch 50 Meter oder weniger. Moderne LED-Scheinwerfer bieten bessere Sichtverhältnisse als ältere Halogenlampen, benötigen aber ebenfalls regelmäßige Pflege. AUTODOC-Experten raten, beim Tankstopp die Scheinwerfer zu kontrollieren und bei Bedarf zu reinigen.
Quellen: Studien des Dänischen Transportinstituts (DTU) zu Nachtfahrten, Untersuchungen von DEKRA und dem Lichttechnischen Institut Karlsruhe zu Scheinwerferverschmutzung sowie wissenschaftliche Forschungsdaten zur Fahrerermüdung. – ein Vorgang, der nur wenige Sekunden dauert, aber die Sicherheit deutlich erhöht.
FAQ
- Warum ist Autofahren im Winter anstrengender als im Sommer?
Im Winter müssen die Augen deutlich mehr arbeiten: Sie passen sich ständig an wechselnde Lichtverhältnisse an, die Sehschärfe nimmt bei Dunkelheit ab, und Blendung durch tiefstehende Sonne oder Gegenverkehr belastet zusätzlich. Dazu kommt erhöhte Muskelanspannung durch konzentriertes Fahren bei schlechter Sicht.
- Wie oft sollte ich im Winter die Scheinwerfer reinigen?
Bei Salz, Matsch und Spritzwasser am besten mehrmals täglich – mindestens vor längeren Fahrten und nach Fahrten bei schlechtem Wetter. Verschmutzte Scheinwerfer können die Sichtweite um 50% oder mehr reduzieren.
- Welche Pausen sind bei Winterfahrten sinnvoll?
Machen Sie alle 1,5 bis 2 Stunden mindestens 15 Minuten Pause. Steigen Sie aus, bewegen Sie sich, machen Sie leichte Dehnübungen für Nacken und Schultern. Das hilft gegen Verspannungen und hält die Konzentration aufrecht.
- Was hilft gegen Blendung durch tiefstehende Sonne?
Halten Sie die Windschutzscheibe innen und außen sauber – Schmutzpartikel verstärken Blendeffekte. Eine Sonnenblende kann kurzfristig helfen. Bei starker Blendung: Geschwindigkeit reduzieren und größeren Abstand halten. Eine Brille mit entspiegelten Gläsern kann zusätzlich entlasten.
- Welche Snacks eignen sich für lange Winterfahrten?
Leichte, energiereiche Snacks sind ideal: Nüsse, getrocknete Früchte, Vollkornkekse oder frisches Obst. Vermeiden Sie schwere, fettige Mahlzeiten – sie machen müde. Trinken Sie ausreichend Wasser statt zuckerhaltiger Getränke oder zu viel Kaffee.
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