Gute Gründe für deinen Sommerurlaub in Albanien
Bereit für den nächsten Traumurlaub zwischen Küste, Luxus und Kultur?
An der Gjiri Lalzit Bucht lässt es sich besonders schön urlauben. © shutterstock
Das Balkanland Albanien hat sich zuletzt immer mehr als Trenddestination etabliert. Aus gutem Grund. Denn die Vielseitigkeit des Landes ist beeindruckend: Strandurlaub zwischen Beachclubs und Paradies, Städtetrips, historische Erkundungen, unberührte Natur und gutes Essen laden zur ultimativen Entdeckungsreise ein.
TRAUMURLAUB AN DER ADRIAKÜSTE
Albaniens Küste ist so facettenreich wie das Land selbst. Von Shengjin im Norden über Durrës bis nach Saranda im Süden überzeugen hohe Wasserqualität und traumhafte Sandstrände der Adriaküste. Sehr beliebt ist der Süden des Landes mit den Stränden der Urlaubsorte Ksamil und Saranda, die mit türkisblauem Wasser, Beachclubs und stilvollem Urlaubsflair überzeugen. Dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt mehr. Denn an Albaniens Küste gibt es mehr zu entdecken als den mittlerweile populären Süden. Oft gehen entlang der Küste bebaute Regionen direkt in unberührte, teils geschützte Lagunengebiete über. Manche dieser Gebiete sind aber in Gefahr – oder mussten bereits weichen. Touristische Projekte, die Küstenabschnitte und Lagunen durch Hochhäuser und Resortanlagen ersetzt haben, zogen in der Vergangenheit viel Protest der Einheimischen nach sich. Mit den andauernden historischen Kundgebungen wird aktuell intensiv gegen Korruption und den Abverkauf und der Verbauung geschützter Gebiete protestiert. Aber es geht auch anders! Luxus, Komfort, Natur und die Schönheit des Landes können auch Hand in Hand gehen.

Wer einen Küstenurlaub mit allem Drum und Dran verbringen möchte, die albanische Natur aber gleichzeitig möglichst unverbaut mit all ihren Facetten erleben will, sollte sich beim Buchen genau umsehen – und wird im Norden der Stadt Durrës fündig. Südlich des bewaldeten Kap Rodon, an der Gjiri Lalzit Bucht, hat sich die mallorquinische Hotelmarke Meliá mit einem Luxushotel der besonderen Art niedergelassen.
Die Anlage des Hotels ist harmonisch und edel gestaltet und fügt sich trotz ihrer Größe nahtlos in die Natur ein. Der Sandstrand vor der Tür lockt mit gemütlichen Sonnenliegen, ikonischen Strohschirmen, Wassersport, coolen Beach-Lokalen und einem idyllischen Blick Richtung Horizont und hinauf auf das Kap Rodon, das sich zehn Kilometer weit in die Adria schlängelt. Kitschige Sonnenuntergänge inklusive! Die luxuriöse Anlage mit endloser Poollandschaft, Bars, zahlreichen Restaurants und exquisiten Adults-only-Bereichen inklusive Rooftop-Pools schmiegt sich in warmen Erdtönen und als lange statt hohe Konstruktion in die umliegende Natur. Vom Gebäude mit dem orientalisch inspirierten Innenhof und den 465 Zimmern und Suiten merkt man – überraschenderweise – vom Strand aus kaum etwas. Nur ein kleiner Teil des Daches ragt aus den Wipfeln der umliegenden Pinienwälder hervor. Auch die exklusiven Villen und Appartements des San Pietro Resorts auf dem Gelände verstecken sich nur wenige Schritte vom Meer entfernt und dennoch ganz privat. Innerhalb der Hotelanlage eröffnet sich dann eine Märchenwelt, die sich besonders bei Familien etabliert hat. Zahlreiche Aktivitäten, umfassende Kinderbetreuung, viel Platz sowie unterschiedliche Zimmer- und Paketoptionen für Familien und Paare machen das Meliá Durrës mittlerweile zur Nummer-1-Adresse für Albanienurlauber mit Ansprüchen. Besonders überzeugt das Team aus jungen Albanern, die professionell, sprachlich und mit Herzlichkeit punkten. Ebenso beliebt ist außerdem das Hotel Sol Tropikal – vor allem bei Familien – direkt am Strand im Süden der Stadt. Die zentrale Lage bei Durrës in der Mitte des Landes, rund 45 Minuten Fahrtzeit vom Flughafen Tirana, macht die Gegend zudem zum idealen Ausgangspunkt für Erkundungen.

GESCHICHTE & AUSFLÜGE
Vorneweg: Wer mehr als nur Strandurlaub genießen möchte, sollte sich unbedingt ein Mietauto nehmen. Die Hauptstadt Tirana sollte man aber ohne Auto erkunden – vom Flughafen kommt man mit dem Taxi oder über die App Patoko ohnehin unkompliziert ins Zentrum. Für alles andere bietet ein Auto die nötige Freiheit, um die schönsten Ecken des Landes zu entdecken.
Zu den ersten Highlights gehört die Stadt Shkodra im Norden. Der charmante Stadtkern lädt mit kleinen Gassen, Cafés und richtig guten Restaurants zum Verweilen ein. Hoch über der Stadt thront die Festung Rozafa, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Die Ausmaße der Anlage, ihre bewegende Geschichte und der Blick über den Zusammenfluss von drei Flüssen machen sie zu einem der beeindruckendsten historischen Orte Albaniens – nicht nur für Geschichtsfans.
Ebenfalls im Norden liegt Kruja, die Heimat des albanischen Nationalhelden Gjergj Kastrioti alias Skanderbeg. Die Burg war einst Zentrum des Widerstands gegen das Osmanische Reich und zählt heute zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Neben den historischen Mauern lohnt sich vor allem das Skanderbeg-Museum. Rund um die Festung erstreckt sich eine wunderschöne Berglandschaft, während der alte Basar unterhalb der Burg mit traditionellem Kunsthandwerk und kleinen Souvenirläden zum Bummeln einlädt.

Besonders viel Geschichte wartet in der UNESCO-Welterbestadt Berat. Die riesige Festung ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern bis heute bewohnt. Zwischen den alten Steinmauern befinden sich historische Wohnhäuser, kleine Restaurants und Kirchen – wie ein eigenes Dorf innerhalb der Burg. Der Ausblick über die Stadt und die umliegenden Berge ist einfach spektakulär. Doch auch Berat selbst ist ein echtes Schmuckstück. Die weißen osmanischen Häuser, die sich den Hang hinaufziehen, verleihen ihr den Beinamen „Stadt der tausend Fenster“. Mein Tipp: Unbedingt in einem der traditionellen Gästehäuser übernachten. Eine besondere Herzensempfehlung ist das Guest House Nina – familiär, authentisch und mit unglaublich herzlichen Gastgebern.

Nicht weniger sehenswert ist Gjirokastër weiter im Süden des Landes, ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe. Die „Stadt aus Stein“ beeindruckt mit ihren charakteristischen Schieferdächern, verwinkelten Gassen und imposanten osmanischen Herrenhäusern. Über allem erhebt sich die mächtige Burg, von der aus man einen fantastischen Blick über das Drino-Tal genießt. Wer Geschichte mit besonderem Flair verbinden möchte, wird diesen Ort lieben. Wer schon im Süden unterwegs ist, sollte unbedingt einen Abstecher zur Quelle Syri i Kaltër – dem „Blauen Auge“ – machen. Das intensiv türkisfarbene Wasser entspringt aus mehr als 50 Metern Tiefe und zählt zu den schönsten Naturwundern Albaniens. Baden ist zwar offiziell nicht erlaubt, doch allein der Anblick dieses kristallklaren Quelltopfs ist den Besuch wert.
Etwas weniger bekannt, aber ebenfalls einen Zwischenstopp wert, ist Elbasan. Die ehemalige Handelsstadt an der historischen Via Egnatia besitzt eine gut erhaltene Festungsanlage, gemütliche Cafés und vermittelt einen authentischen Einblick in den Alltag abseits der touristischen Hotspots.
DIE ALBANISCHE KÜCHE
Die albanische Küche ist eine der größten Überraschungen des Landes. Sie vereint mediterrane, osmanische und balkanische Einflüsse zu einer ganz eigenen Identität, die man sofort liebgewinnt. Vieles wird nach traditionellen Familienrezepten, am Feuer und in Terrakottaschalen gekocht, oft mit Zutaten aus dem eigenen Garten oder von Bauern aus der Region. Frisches Gemüse, Olivenöl, würziger Schafskäse, gegrilltes Fleisch und fangfrischer Fisch stehen fast überall auf der Speisekarte. Landwirtschaftliche Betriebe mit Gästehäusern wie Mrizi i Zanave sind mittlerweile zu Social-Media-Phänomenen aufgestiegen – aber die Einkehr lohnt sich auch oder ganz besonders spontan in kleineren Familienbetrieben. Kodra e Gjelbër – der „Grüne Hügel“ in der Gegend um Berat – überzeugt beispielsweise mit hervorragender Küche und einer traumhaften Lage über malerischen Hügeln und Olivenhainen.

Unbedingt probieren sollte man, wo immer man einkehrt, Tavë Kosi, den albanischen Nationalklassiker aus Lammfleisch und Joghurt, knusprig-saftiges Byrek oder süße Petulla. Entlang der Küste dominieren frische Meeresfrüchte und Fisch, während in den Bergen herzhafte Fleischgerichte und Eintöpfe serviert werden. Besonders in Erinnerung bleiben die enorme Frische der regionalen Zutaten und die Gastfreundschaft der Betriebe. Weingüter, die sich in den letzten 30 Jahren etabliert haben, leisten ebenfalls schon so einiges. Besonders überzeugen Rotweine aus dem Norden – etwa vom Kallmeti Weingut, im Dorf Kallmet, wo die gleichnamige autochthone Rebsorte angebaut wird.
BERGE UND SEEN
Wer Albanien nur mit Strand verbindet, verpasst einen der schönsten Teile des Landes. Im Norden erheben sich schroffe Bergketten, tiefe Schluchten und unberührte Täler, die zu den eindrucksvollsten Landschaften des Balkans zählen. Besonders spektakulär ist der Koman-Stausee. Die Fährfahrt zwischen den steilen Felswänden wird nicht ohne Grund oft mit den norwegischen Fjorden verglichen – oder mit dem smaragdgrünen Soča-Tal in Slowenien. Das Wasser leuchtet je nach Sonnenstand in intensiven Türkis- und Grüntönen, während links und rechts fast senkrechte Berghänge emporragen. Die Fahrt selbst ist bereits das eigentliche Erlebnis.

Ganz im Südosten des Landes liegt Pogradec am Ohridsee, einem der ältesten und tiefsten Seen Europas. Im Vergleich zur lebhaften Riviera geht hier alles etwas ruhiger zu. Die Uferpromenade lädt zum Flanieren ein, zahlreiche Cafés blicken direkt aufs Wasser und besonders zum Sonnenuntergang entwickelt die Stadt ihren ganz eigenen Charme. Rund um den See wechseln sich kleine Dörfer, Obstgärten und sanfte Hügel mit beeindruckenden Ausblicken auf das glasklare Wasser ab. Wer Albanien von seiner entspannten, ursprünglichen Seite erleben möchte, ist hier genau richtig.
WANDELBARE HAUPTSTADT
Tirana ist eine Stadt, die man kaum mit dem Albanien verbindet, das viele noch im Kopf haben. Zwischen modernen Hochhäusern, kreativer Architektur und begrünten Plätzen ist in den vergangenen Jahren eine junge, lebendige Metropole entstanden, die sich ständig neu erfindet. Besonders auffällig ist die enorme Dichte an Cafés. Gefühlt befindet sich an jeder zweiten Straßenecke ein Kaffeehaus – und tatsächlich gehört die Kaffeekultur hier zum Alltag. Egal ob Geschäftsmeeting, Familienbesuch oder Treffen mit Freunden: Man sitzt draußen, trinkt Espresso und beobachtet das bunte Treiben der Stadt.
Das Herz Tiranas bildet der weitläufige Skanderbeg-Platz, von dem aus sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen lassen. Gleich daneben entstehen immer neue architektonische Highlights. Mutige Hochhäuser mit außergewöhnlichem Design prägen inzwischen die Skyline und zeigen, wie rasant sich die Stadt entwickelt. Besonders spannend ist das ehemalige Nobelviertel Blloku. Während der kommunistischen Diktatur war dieser Stadtteil ausschließlich der politischen Elite vorbehalten und für normale Bürger unzugänglich. Heute pulsiert hier das Leben. Stylische Restaurants, Bars, Boutiquen und kleine Concept Stores machen Blloku zum angesagtesten Viertel der Stadt.

Wer das Nachtleben erleben möchte, sollte einen Cocktail in der Nouvelle Vague trinken. Die mehrfach ausgezeichnete Bar gehört zu den 50 Best Bars und verbindet kreative Drinks mit entspanntem Ambiente. Generell hat sich Tirana in den letzten Jahren zu einer echten Genussstadt entwickelt. Von traditioneller albanischer Küche bis hin zu modernem Fine Dining findet man hier Restaurants auf überraschend hohem Niveau. Geheimtipp: die grüne Dachoase des Restaurants Artigiano Vila – im stylischen Ambiente werden hier mediterrane, italienische und albanische Köstlichkeiten serviert.
Die Geschichte des Landes bleibt dabei überall spürbar – in Synergie mit einer gewissen Aufbruchstimmung. Eindrucksvoll sind der Skanderbeg-Platz und das große Mural am Historischen Museum: Das Mosaik zeigt die historischen albanischen Freiheitskämpfer, angeführt von einer Frau. Ein Symbol, das Beobachtern immer wieder im Land begegnet. Die Rolle der Frau wird hier gefeiert, weibliche Statuen und Heldinnen entdeckt man häufig, wenn man genau hinsieht.
Zu den wichtigsten Programmpunkten in der Stadt gehört die Pyramide, das Wahrzeichen der Stadt. Einst erklommen die Bürger den höchsten Punkt über die glatten Betonwände – heute erstrahlt das ehemalige sozialistische Bauwerk in Weiß, mit zahllosen Treppen. Auch die Namazgja-Moschee sollte in jedem Fall besucht werden. Die größte Moschee des Balkans wurde erst 2024 eröffnet und bietet heute Platz für Tausende Gläubige sowie Konferenzräume und ein interreligiöses Museum. Die harmonische Koexistenz von Glaubensrichtungen ist ein zentraler Wert der albanischen Gesellschaft.
Über Jahrzehnte war Albanien unter dem kommunistischen Regime eines der isoliertesten Länder Europas. Bunker, Museen und Denkmäler erinnern bis heute an diese Zeit. Gleichzeitig hat man in Tirana das Gefühl, dass besonders die junge Generation bewusst nach vorne blickt. Sie gründet Start-ups, eröffnet kreative Lokale, organisiert Kulturveranstaltungen und verleiht der Stadt eine Dynamik, die man in dieser Form nur selten erlebt. Genau dieser Kontrast zwischen Vergangenheit und Aufbruch macht Tirana heute so spannend.
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